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Neues Projekt: Umzug in eine smarte Wohnung – Teil 1

Neues Projekt: Umzug in eine smarte Wohnung – Teil 1

Umzug in eine neue Wohnung
Umzug in eine neue Wohnung

In den letzten Monaten ist es auf diesem Blog ein wenig ruhiger geworden. Dafür möchte ich mich zuallererst bei allen Lesern aufrichtig entschuldigen. Der Grund dafür ist allerdings ein positiver und hat auf keinem Fall etwas mit verlorenem Interesse an diesem Blog zu tun. Es hat sich vor ein paar Monaten die Möglichkeit ergeben in eine neue und größere Wohnung zu ziehen. Bereits in meinem ersten Beitrag auf diesem Blog habe ich davon geschrieben, daß für die Zukunft ein Umzug in eine größere Wohnung geplant ist. Nun ja, die Zukunft kam früher als erwartet, und so standen die letzten Monate ganz im Zeichen der Planung für diese Übersiedlung.

Jeder der bereits einen Umzug hinter sich hat, weiß wieviel Planung dahinter steckt damit alles halbwegs reibungslos über die Bühne gehen kann. In Zeiten wie diesen mit Lockdown, Ausgangsbeschränkungen und schier unendlich langer Lieferzeiten für nahezu alles, gestaltet sich dies allerdings noch weit abenteuerlicher als sonst.

Doch genug von diesen Dingen, schließlich ist das hier ein Technik-Blog und daher soll es auch um solche gehen. So ein Umzug gibt einem schlussendlich auch die Möglichkeit vieles von Anfang an so zu verwirklichen wie man es sich vorstellt und gerade im Smart Home Bereich hatte ich viele konkrete Vorstellungen. In diesem Beitrag soll es um die Planung sowie die eingesetzten Systeme des neuen Smart Home gehen.


Smarte Wunschliste für den Umzug

Auch wenn in unserer alten Wohnung schon einiges smart beziehungsweise automatisiert wurde, war es auf jeden Fall ein großes Ziel in unserem neuen Zuhause nochmals einen großen Schritt nach vorne zu machen. Vom Zutrittssystem über die Beleuchtung bis hin zur Heizung sollte diesmal alles smart steuerbar sein.

Da es sich bei der neuen Wohnung wie auch bereits bei der vorherigen um eine Mietwohnung handelt, waren die Voraussetzungen allerdings ähnlich. Sämtliche Änderungen müssen im Falle eines Auszuges wieder in den ursprünglichen Zustand gebracht werden können und eine aufwändige Neuverkabelung für Bus-Systeme wie KNX stand daher nie zur Debatte. Dennoch gebührt ein großer Dank den Elektrikern, die bei der Sanierung sehr entgegenkommend waren, und vor allem bei der Anzahl und Platzierung der Steckdosen nahezu alle Wünsche erfüllten.

Allerdings mussten wir aufgrund dieser Umstände wieder auf Plug & Play fähige Gadgets setzen. Außerdem sollte auch ein Großteil der bisher eingesetzten Komponenten wieder zum Einsatz kommen.


Was beim Umzug alles smart wird

Die Umzugskartons eines Technikbegeisterten
Die Umzugskartons eines Technikbegeisterten

Da der Markt für smarte Haushalthilfen mittlerweile ziemlich gewachsen ist und es sowohl die unterschiedlichsten Systeme gibt und auch viele Geräte dabei sind die in meinen Augen auch weiterhin nicht smart betrieben werden müssen (ich sehe beispielsweise nicht den Mehrwert eines smarten Induktionsfeld) nahm das Durchforsten der vorhandenen Möglichkeiten doch einiges an Zeit in Anspruch. Am Ende haben wir uns für den Moment dafür entschieden folgende Bereiche smart zu machen:

Steuerung

HomeKit
Startbildschirm der Home App

Sicherlich das Herzstück von einem jeden Smart Home. So auch in unserem Fall. Obwohl es sicherlich in der Gesamtheit bessere Alternativen gibt, werden wir auch in Zukunft sämtliche smarten Geräte mit Apple HomeKit (einen ausführlichen Bericht findest du hier) steuern. Für diese Entscheidung gibt es mehrere Gründe:

  • Das Ökosystem von Apple
    Da meine bessere Hälfte und ich bereits seit geraumer Zeit tief in das System von Apple verwurzelt sind ist es natürlich ein logischer Schritt auch die Steuerung der Wohnung in dieses Ökosystem einzubetten. So können wir sämtliche Geräte nicht nur mit dem iPhone steuern, sondern auch über das iPad und ähnliches. Auch die Schaltzentrale die in unserem Fall von einem AppleTV sowie mehrere HomePod mini übernommen wird, stammt aus demselben System.
  • Datenschutz
    Ein natürlich sehr leidiges Thema. Aber nichtsdestotrotz bin ich nach wie vor der Meinung das bei Apple ein größeres Augenmerk auf den Datenschutz und die Privatsphäre gelegt wird als bei vielen Konkurrenzprodukten. So erfolgt die Kommunikation zwischen den Geräten mit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und die Codes zur Entschlüsselung werden lokal gespeichert.

Doch natürlich ist nicht alles Gold was glänzt und so hat Apple HomeKit auch einige Nachteile. Die Sprachassistentin Siri kann einen nach wie vor in manchen Momenten zur Weißglut bringen und HomeKit zertifizierte Geräte sind zumeist teurer als Vergleichsprodukte und die Auswahl ist auch geringer. Um nicht rein auf HomeKit zertifizierte Geräte angewiesen zu sein läuft bei uns noch zusätzlich Homebridge auf einem Raspberry Pi. Wenn du mehr zur Homebridge wissen willst, kann ich dir diesen Beitrag empfehlen.

Licht

Pendelleuchte Ensis von Philips Hue
Pendelleuchte Ensis von Philips Hue

Wie bei vielen anderen auch war auch bei uns die smarte Beleuchtung der eigentliche Einstieg in die gesamte Smart Home Materie und daher war es von Anfang an klar, dass nach dem Umzug sämtliche Lichter wieder über eine intelligente Steuerung verfügen mussten. Während wir in der Vergangenheit Lampen und Leuchtmittel der unterschiedlichsten Hersteller in Verwendung hatten und dadurch entweder auf unzählige Apps angewiesen waren oder eben auf die eine oder andere Funktion verzichten mussten, entschieden wir uns gegen unseren eigentlichen Vorsatz alles auszutauschen und sämtliche Produkte aus demselben System zu wählen:

  • Philips Hue
    Das unsere Auswahl auf den Markführer gefallen ist hat mehrere Gründe. Einerseits hatten wir bis dato mit unseren Philips Hue Produkten keinerlei Probleme und andererseits überzeugte uns Hue durch seine riesige Produktvielfalt. Von Leuchtmitteln über LED-Strips bis hin zu Pendelleuchten konnten wir so alles von einem einzigen Hersteller nehmen. Die Preise sind zwar höher als bei den meisten anderen Anbietern allerdings konnte uns Philips Hue trotzdem am meisten überzeugen.
  • Friends of Hue Schalter von Senic
    Egal wie smart die Leuchten sind, der herkömmliche Lichtschalter macht nun mal jede Lampe „dumm“. Da wir jedoch nicht immer alles per Sprache steuern wollten und nahezu jeder automatisch beim Verlassen des Raumes den Schalter betätigt, musste auch hierfür eine Lösung her. Diese fanden wir mit den Senic Lichtschaltern aus der Friends of Hue Reihe. Der Vorteil der Friends of Hue Schalter liegt darin, dass sie statt der bisherigen Lichtschalter zum Einsatz kommen können, da sie die gleiche Größe haben wie herkömmliche Lichtschalter für Unterputzdosen. Einfach den herkömmlichen Lichtschalter abmontieren und den Strom überbrücken (bitte nur von einem Fachmann durchführen lassen) und schon kann an dieser Stelle der Friends of Hue Schalter an dieser Stelle angebracht werden.

Heizung

old radiator near windowsill at home in daylight
Photo by Erik Mclean on Pexels.com

Einer der Bereiche den wir in der Vergangenheit noch nicht in einer smarten Ausführung hatten und daher auch ziemliches Neuland betreten durften. So konnten wir allerdings auch unvoreingenommen die Produkte vergleichen und in Erfahrung bringen welches Heizungssystem für unsere Heizung und unsere Anforderungen in Frage kommen würde. Am Ende des Tages fiel unsere Entscheidung zu Gunsten der Heizungsteuerung von Tado. Dazu wird es in den nächsten Wochen auch einen ausführlichen Testbericht geben.

Zutrittssystem

door handle key keyhole
Photo by Pixabay on Pexels.com

Auch hier hatten wir bisher keinerlei persönliche Erfahrungen und da der Markt für smarte Türschlösser immer größer wird war es anfänglich nicht so einfach einen persönlichen Favoriten ausfindig zu machen da mehrere Hersteller ähnlich gute Produkte am Markt haben. Da in meinen Augen allerdings ein smartes Türschloss nur dann sinnvoll ist, wenn ich die Wohnung komplett ohne Schlüssel verlassen kann, entschieden wir uns für das System von Nuki, da diese als einziger Hersteller mit dem Nuki Opener ein Zusatzprodukt im Sortiment haben, mit dem auch die Gegensprechanlage in einem Mehrfamilienhaus gesteuert werden kann. Ob und wie sehr sich diese Produkte in der Praxis bewährt haben werde ich demnächst berichten.

Zwischenstecker

Um den Stromverbrauch zu senken beziehungsweise auch nicht smarte Geräte per App schalten zu können benötigen wir auch weiterhin smarte Zwischenstecker. Dabei setzen wir auch weiterhin auf ein Potpourri unterschiedlicher Hersteller. Einerseits weil wir bereits viele in der alten Wohnung genutzt hatten und diese auch weiterverwenden wollten und andererseits, weil nicht immer dieselben Anforderungen benötigt werden. So reicht es uns beispielsweise, wenn der Zwischenstecker der den Fernseher und die Set-Top Box im Schlafzimmer schaltet lediglich über eine Ein / Aus Funktion verfügt, während ich bei den für Homeoffice benötigten Komponenten gerne einen Stecker mit Verbrauchsmessung verwende. Daher kommen bei uns Zwischenstecker von Philips Hue, Lidl Smart Home, Ikea Tradfri als auch von Eve zum Einsatz.

Sonstiges

Natürlich wurden auch einige weitere Bereiche smart. So übernimmt auch wie bisher ein Staubsaugerroboter die Reinigung der Böden. Allerdings wird im Zuge des Umzugs unser bisheriger Roborock S5 durch einen Roborock S7 mit aktiver Wischfunktion ersetzt. Auf Wunsch der weiblichen Belegschaft im Haushalt sollte außerdem auch die Waschmaschine künftig über eine smarte Steuerung verfügen.

Auch wenn die im Einsatz befindlichen HomePod mini über eine für ihre Größe durchaus beachtliche Tonqualität verfügen, werden wir auch weiterhin für Musik und Film zusätzlich ein Multiroom Audiosystem von Sonos verwenden.


Vorschau auf Teil 2

Wie bereits der Beitragstitel vermuten lässt, handelt es sich hierbei um eine mehrteilige Serie. Im nächsten Teil werde ich euch berichten, ob die Inbetriebnahme der diversen Geräte so reibungslos funktioniert hat wie erhofft beziehungsweise auch Großteils von den Herstellern angegeben. Außerdem möchte ich euch von den ersten Wochen des laufenden Betriebs berichten.

Wie ihr seht, hat sich in der letzten Zeit einiges getan und das Ende ist noch lange nicht in Sicht. Aber ihr könnt euch auf jeden Fall auf viele Testberichte zu den eingesetzten Komponenten freuen.


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HomePod Mini ab sofort in Österreich erhältlich

HomePod mini ab sofort in Österreich erhältlich

HomePod mini Bedienfeld
HomePod mini

Im Zuge des Spring Loaded-Event hat Apple angekündigt den Markt für den HomePod mini um einige Länder zu erweitern. Wie ich bereits in einem früheren Beitrag berichtet habe wird es dadurch endlich auch in Österreich möglich sein den HomePod mini offiziell zu Erwerben.

Seit 15. Juni ist es nun so weit, erstmals wird ein HomePod auch in Österreich direkt von Apple verkauft und kann ab sofort direkt beim Hersteller bestellt werden.


HomePod mini kurz erklärt

Der letzten November vorgestellte HomePod mini ist nach dem 2018 erschienenen HomePod der zweite Smart Speaker von Apple. Mit einem Durchmesser von 9,8 Zentimeter und einer Höhe von 8,4 Zentimeter überzeugt der Lautsprecher durch seine kompakte Form, dennoch bleibt dabei der Klang nicht auf der Strecke. Lediglich bei tiefen Tönen macht sich die fehlende Größe bemerkbar. Doch der HomePod mini ist viel mehr als einfach nur ein Lautsprecher. Durch seine Funktion als Steuerzentrale für HomeKit und der Integration von Thread eignet er sich perfekt für jeden der daheim auf HomeKit setzt. Einen ausführlichen Test findest du hier.

HomePod mini
HomePod mini

HomePod: Nur noch Restbestände verfügbar

Während der HomePod mini somit in immer mehr Ländern verfügbar ist, steht das Ende des großen HomePod unmittelbar bevor. Nachdem Apple im März bekannt gab, dass die Produktion des ersten Smart Speaker aus Cupertino eingestellt wird, sind nun offensichtlich alle noch gelagerten Einheiten verkauft worden. Wer also noch ein Exemplar des HomePod kaufen möchte, muss daher auf Restbestände in den Märkten hoffen.


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Homebridge

Homebridge

Homebridge
Homebridge

Du bist HomeKit Nutzer? Dann bist du unter Umständen schon mal über den Begriff Homebridge gestolpert. Falls nicht, kein Problem. In diesem Beitrag erkläre ich dir um was es sich dabei genau handelt.


Was ist Homebridge?

Bei Homebridge handelt es sich um einen Software-Server, der meist auf einem Linux System mit Node.js läuft. Die Software emuliert die iOS HomeKit API.

Doch was bedeutet das vereinfacht?

Im Grunde genommen ist Homebridge eine Software, die es dir ermöglicht Geräte mit HomeKit zu nutzen, auch wenn diese über keine HomeKit Zertifizierung verfügen.


Wofür braucht man Homebridge?

Wie ich bereits in meinem Beitrag über Apple HomeKit geschrieben habe, umfasst die Liste zertifizierter HomeKit Produkte aktuell bereits über 700 Geräte. Dennoch kommt es immer wieder vor das man entweder bereits Geräte daheim hat die eben über keine solche Kompatibilität verfügen. Oder man will sich ein neues Gadget für sein Smart Home das eben nicht HomeKit tauglich ist. Außerdem gibt es auch noch immer Gerätekategorien, die zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht von HomeKit berücksichtigt werden wie beispielsweise Staubsaugerroboter. Was kann man in solchen Fällen machen?

Nun ja, es gibt natürlich mehrere Möglichkeiten wie man mit diesem „Problem“ umgehen kann. Eine Variante wäre man nutzt das gewünschte Gerät einfach ohne HomeKit. Oder man sucht nach einem alternativen Gerät, das bereits von Apple die Zertifizierung bekommen hat. Es wäre aber auch möglich darauf zu hoffen das das Wunschprodukt in Zukunft HomeKit kompatibel wird. In Wahrheit ist jedoch keine dieser Lösungen zufriedenstellend.

Genau hier kommt Homebridge ins Spiel, denn wie bereits oben beschrieben können damit eben auch Geräte in HomeKit genutzt werden, selbst wenn diese keine HomeKit Zertifizierung von Apple haben. Geräte, die auf diese Weise ihren Weg in die Home App finden können, dadurch nicht nur in Szenen und Automationen verwendet werden, sondern es lassen sich auch viele Befehle mit dem Sprachassistenten Siri ausführen.


Funktionsweise

Bisher wissen wir jetzt bereits welche Vorzüge uns mit der Verwendung von Homebridge erwarten. Doch wie funktioniert das genau?

Das grundlegende Problem von Geräten, die nicht HomeKit fähig sind, ist das sie keine Möglichkeit haben mit HomeKit zu kommunizieren, da sie vereinfacht ausgedrückt einfach nicht die gleiche Sprache sprechen. Mit dem Einsatz von Homebridge wird dieses Manko jedoch behoben da die Software quasi als Übersetzer dient und somit eine Verbindung möglich macht.

Doch das kann das Programm nicht von Haus aus. Dafür werden Erweiterungen gebraucht, die mit einzelnen Smart Home Standards umgehen können. Dabei handelt es sich um die sogenannten Plugins. Da weltweit unzählige Programmierer bereits solche entwickelt haben gibt es mittlerweile bereits über 2000 Plugins, die einem zur Erweiterung zur Verfügung stehen. Dadurch passiert es nur noch eher selten, dass man Geräte, die nicht bereits über eine native HomeKit Unterstützung verfügen nicht auf diesem Wege implementieren kann.

Das war jetzt natürlich sehr viel Theorie, deswegen werde ich euch anhand eines praktischen Beispiels erklären wie Homebridge funktioniert:

Wir haben daheim einen neuen Smart TV von Samsung. Der lässt sich zwar mit anderen smarten Assistenten verbinden verfügt allerdings über keine HomeKit-Zertifizierung. Dadurch konnte ich in der Vergangenheit zwar in der Home App die Szene „Kinoabend“ starten, bei der sich alle Lichter in der Wohnung ausschalten und lediglich dezente Hintergrundbeleuchtung aktiviert wurde, doch den Fernseher musste ich immer extra steuern. Seitdem ich den TV mit Hilfe des „homebridge-samsung-tizen“-Plugin in HomeKit integrieren konnte, wird beim Starten der vorher erwähnten Szene auch der Smart-TV aktiviert und auf den gewünschten Kanal gestellt. Zusätzlich kann man jetzt auch noch unter anderem die Lautstärke mit Siri verändern.


Was wird für Homebridge benötigt?

Um Homebridge zu installieren benötigt man ein System auf dem Node.js läuft. Da die Homebridge in Zukunft ja als Kommunikationsschnittstelle zwischen euren Geräten und HomeKit dienen wird solltet ihr im Vorfeld bedenken, das das System auf der ihr die Installation durchführt, dauerhaft aktiv ist. Auch wenn die Installation sowohl auf einem Mac als auch Windows-PC möglich ist, würde ich euch dazu raten Homebridge auf einem Raspberry Pi zu nutzen. Der Einplatinencomputer ist aufgrund seines geringen Verbrauchs und der kompakten Masse sicherlich die beste Lösung und hervorragend für den Dauerbetrieb geeignet.


Installation

Auch wenn die Installation der Homebridge keine großartigen Vorkenntnisse benötigt, wäre eine Anleitung wie die Installation und Einrichtung funktioniert eine recht umfangreiche. Aus diesem Grund habe ich einen eigenen Beitrag zur Installation der Homebridge auf einem Raspberry Pi geschrieben. Diesen findest du hier.


Fazit

In meinen Augen ist Homebridge eine sehr wichtige zusätzliche Komponente für jeden HomeKit Nutzer. Natürlich ist es eine zeitaufwändige Sache bis man alle nötigen Plugins gefunden, installiert und eingerichtet hat, aber wenn man damit mal fertig ist, kommt man in den Genuss sämtliche smarte Geräte im Haushalt mit der Home App beziehungsweise Siri steuern zu können.

Aber natürlich gibt es auch ein paar Nachteile. So muss das Gerät auf dem die Homebridge installiert ist durchgehend eingeschalten sein. Außerdem kann es durch Firmware-Updates bei HomeKit oder auf Geräteseite dazu kommen das Plugins nicht mehr funktionieren und die Kompatibilität dadurch verloren geht bis auch die Plugins dementsprechende Updates bekommen. Allerdings finde ich persönlich das sich der Einsatz einer Homebridge dennoch lohnt, da die positiven Aspekte überwiegen.


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[Test] – HomePod Mini

[Test] – HomePod mini

HomePod mini
HomePod mini

Apple hat am 13. März bekannt gegeben, dass die Produktion des „großen“ HomePod eingestellt wird und man den Fokus in der Zukunft vermehrt auf den HomePod mini richten wird. Diese Meldung hat mich dazu veranlasst den kompakten Smart Speaker für euch zu testen.


Lieferumfang

Die erste Überraschung habe ich bereits nach dem Öffnen erlebt. Der HomePod mini wirkt in echt noch kompakter als auf Bildern. Zusätzlich zum Gerät enthält die Schachtel noch das USB-C Netzteil (ja beim HomePod mini ist das noch dabei) für das fest verbaute Stromkabel, eine Kurzanleitung, diverse Beilagen sowie einen Apple Aufkleber.

HomePod mini Lieferumfang
HomePod mini Lieferumfang

Design

Mit einem Durchmesser von gerade einmal 9,8 Zentimeter und einer Höhe von 8,4 Zentimeter, ist der Name HomePod mini im Vergleich zum normalen HomePod sehr treffend gewählt. So wie auch schon sein größerer Vorgänger ist er in den Farben Weiß und Space Grau erhältlich und überzeugt vor allem durch sein schlichtes Design und die hochwertige Verarbeitung. Während die Seiten von einem Netzgewebe dominiert werden, dient die Oberseite als Bedienfeld.

Warum jedoch das Stromkabel fest verbaut wurde und dadurch nicht ersetzt werden kann wird wohl das Geheimnis von Apple bleiben. Somit wird auch die Auswahl des Einsatzortes begrenzt, da man mit dem 1,5 Meter langen Kabel vorliebnehmen muss.


Einrichtung

Über die Einrichtung lässt sich nur wenig sagen da diese absolut simpel ist. HomePod mini anstecken, iPhone oder iPad an den Lautsprecher halten und die Konfiguration abschließen. Sollte man bereits einen HomePod im System haben sollte man diesen zuvor umbenennen da es sonst zu Netzwerkproblemen kommen kann.

Leider besteht für Android Nutzer keine Möglichkeit den HomePod mini zu verwenden.


Klang

Da ich selbst bis dato keinen HomePod verwendet habe konnte ich ziemlich unvoreingenommen den Klang des HomePod mini bewerten. Soviel vorweg, ich wurde positiv überrascht.

Akustische Wunderleistungen darf man schon aufgrund der fehlenden Größe natürlich nicht erwarten, aber Apple hat es geschafft den bestmöglichen Sound aus dem kleinen Lautsprecher zu kitzeln. Mit Hilfe des eingebauten S5-Chips wird selbst lautere Musik verzerrungsfrei wiedergegeben. Lediglich bei tiefen Frequenzen wirkt der Smart Speaker ein wenig schwächer. Aber das ist bei einem Lautsprecher mit diesen Maßen auch nicht anders zu erwarten.


Steuerung

Die Bedienung des HomePod mini erfolgt Großteils über den Sprachassistenten Siri. Sei es für so allgemeine Dinge wie die Frage nach dem aktuellen Wetter als auch die Steuerung der Smart Home Geräte.

Zusätzlich kann mit Siri die Musikwiedergabe gesteuert werden. Leider funktioniert das nur mit den Apple eigenen Apps, Apple Music und Apple Podcasts. Für die Wiedergabe weiterer Streamingdienste muss man hingegen auf AirPlay 2 zurückgreifen. Das funktioniert auch einwandfrei dennoch wäre es wünschenswert, wenn Apple da in Zukunft nachbessern könnte und auch hier die Bedienung über Siri ermöglichen würde.

HomePod mini Bedienfeld
HomePod mini Bedienfeld

Smart Home

Der HomePod mini wird bei der Einrichtung automatisch zur Home App hinzugefügt, dadurch lassen sich sofort alle HomeKit Geräte per Siri steuern. Zusätzlich kann er als Schaltzentrale für dein Smart Home verwendet werden. Diese wird benötigt, um wie bereits in einem anderen Bericht beschrieben, HomeKit aus der Ferne zu bedienen und um Automationen zu verwenden.

Als erster Smart Speaker unterstützt der Mini den neuen Netzwerkstandard Thread und läutet somit hoffentlich eine neue Ära in der Hausautomation ein. Weitere Informationen zu Thread findest du hier.


Weitere Funktionen

Intercom

Mit diesem Feature ermöglicht Apple unkompliziert Sprachnachrichten innerhalb des eigenen Systems zu verschicken. Je nach Einstellung kann man dadurch anderen Mitbewohnern zum Beispiel ankündigen das man bereits am Heimweg ist. Konfiguriert wird diese Funktion in der Home App.

Handoff

Die Handoff-Funktion ist den meisten Apple Nutzern bereits länger ein Begriff und kommt jetzt auch beim HomePod mini zum Einsatz. So kann die Musikwiedergabe einfach vom iPhone auf den Smart Speaker übertragen werden, indem man das Handy nah an den Lautsprecher hält.


Vor- und Nachteile

Vorteile


  • Günstig in der Anschaffung
  • Toller Klang für die Größe
  • Steuerzentrale für HomeKit
  • Verarbeitung und Design
  • Sensible Mikrofone für die
    Sprachsteuerung

Nachteile


  • Nur für Apple Nutzer
  • Unterstützung nur für Apple Music
  • Fest verbundener Stromanschluss

Fazit

Mit einem Preis von knapp 100 Euro hat Apple eine kostengünstige Alternative zum auslaufenden HomePod auf den Markt gebracht, die durchwegs zu überzeugen weiß. Trotz seiner geringen Abmessungen klingt der smarte Lautsprecher erstaunlich gut und hebt sich da auch von den Konkurrenz-Produkten ab. Durch seine Funktion als Steuerzentrale für HomeKit und der Integration von Thread eignet er sich perfekt für jeden der daheim auf HomeKit setzt. Das größte Manko ist nach wie vor das Android Nutzer keine Möglichkeit haben den HomePod mini zu steuern, da dafür ein iOS Gerät vorausgesetzt wird.


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Mein Einstieg in die Smart Home Welt

Mein Einstieg in die Smart Home Welt

Wie alles begann..

Als ein Mensch, der von Haus aus ein enormes Interesse an technischen Equipment hat, dauerte es natürlich nicht lang bis ich das erste Mal mit Technik in Berührung kam, die darauf ausgelegt war, uns das Leben daheim zu erleichtern. In diesem Fall von Smart Home zu sprechen wäre aber natürlich übertrieben, da es sich lediglich um eine Deckenleuchte mit Fernbedienung handelte, die in meinem Wohnzimmer zum Einsatz kam. Aber die Lampe erfüllte ihren Zweck und ich konnte sie gemütlich von der Couch aus schalten. Weitere Schritte waren zu diesem Zeitpunkt weder geplant noch in Aussicht. Jedoch behielt ich die Weiterentwicklungen immer weiter im Auge und es kam, wie es kommen musste. Ich wollte mehr.


Die ersten App-gesteuerten Lampen

Die Fernbedienung der Wohnzimmerlampe war immer öfter nicht da, wo ich war und umgekehrt. Außerdem haben sich die Elektriker vor meinem Einzug in die Wohnung nur recht wenig Gedanken über die Platzierung der Lichtschalter gemacht. Ein Schalter bei der Schlafzimmertüre ist ja recht nett aber entweder man stolpert im Dunkeln ins Bett oder das Licht brennt, wenn man in diesem liegt. Nach unzähligen blauen Zehen musste folglich eine Lösung her. Jedoch waren diesmal meine Anforderungen schon gestiegen und so musste diesmal auf jeden Fall die Steuerung per App möglich sein. Nach kurzer Recherche (im Nachhinein zu kurz) entschieden wir uns für LED-Lampen von Eglo Connect. Jetzt konnten wir endlich das Licht auch vom Bett aus steuern und auch das Fernbedienungsproblem gehörte der Vergangenheit an.


Was hat sich seitdem verändert?

Nun ja mittlerweile sind die Lampen von Eglo Connect wieder Geschichte. Im Zuge einer Wohnungsneugestaltung wurden alle Leuchtmittel vernetzt. Egal ob LED-Panels, LED-Strips, Lightbars oder gewöhnliche LED-Leuchtmittel. Als Zentrale arbeitet eine Bridge von Philips Hue. Doch nicht nur unsere kompletten Leuchtmittel wurden Smart, sondern auch einige andere Bereiche. Die kabelgebundene Surround-Anlage wurde durch Multiroomspeaker von Sonos ersetzt, die mittlerweile für die Akustik in sämtlichen Räumen verantwortlich ist. Außerdem mussten auch die „normalen“ Lichtschalter weichen und durch smarte ersetzt werden und sämtliche Geräte werden mit Smart Plugs gesteuert. Das seit einigen Jahren ein Staubsaugerroboter seine Runden zieht, ist mittlerweile eh in den meisten Wohnungen Standard und bedarf keiner besonderen Erwähnung. Da wir jedoch viele unterschiedliche Hersteller vereinen wollten und nicht ständig zwischen den einzelnen Apps switchen wollten, musste noch eine übergeordnete Instanz her. Nach vielen Vergleichen entschieden wir uns alle Komponenten in Apple HomeKit einzubinden. Um das zu ermöglichen, dient uns eine Homebridge mit Hoobs Oberfläche als Schnittstelle und somit können mittlerweile auch alle Geräte über unseren HomePod mini gesteuert werden.


Zukunftspläne

Jeder der bereits begonnen hat sein zu Hause Smart zu machen weiß das man nie am Ende angelangt ist und man immer wieder neue Ideen hat bzw. auch Neuheiten am Markt erscheinen, die einem nützlich vorkommen. Da geht es mir nicht anders als euch. Der nächste Schritt ist auf jeden Fall die Heizungssteuerung und smarte Türschlösser. Doch dabei soll es nicht bleiben, in den nächsten Jahren steht ein Umzug bevor und das neue Heim soll von Tag eins an Smart werden. Ein neuer Abschnitt auf den ich mich jetzt schon freue.


Fazit

Wie ihr seht, es war schon ein langer Weg und das Ziel ist noch nicht vor Augen. Unter anderem auch weil es einige Umwege gab, die ich heute nicht mehr gehen würde. Daher hoffe ich das ich euch mit diesem Blog auch ein wenig helfen kann direkter voranzukommen.

Wie ist das bei euch? Habt ihr auch schon begonnen euren Haushalt smarter zu machen? Wenn ja, wie habt ihr es gemacht, Stück für Stück oder gleich alles auf einmal? Lasst es mich in den Kommentaren wissen.


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